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BMBF und VDE starten Wettbewerb Labs for Chips

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Technologieverband VDE fördern mit dem Wettbewerb Labs-for-Chips die spielerische Auseinandersetzung mit Elektronik und Technikthemen, um junge Menschen fit für die Mikroelektronik zu machen. Das Konzept – eine schnelle und unkomplizierte Unterstützung für Schul-AGs, Wissenswerkstätten und ähnliche Einrichtungen – ging bereits auf: 21 Initiativen bewarben sich bei der Premiere des Wettbewerbs um Preisgelder in Höhe von 500, 1000 und 2000 Euro. In Summe vergibt Labs for Chips in diesem Jahr für 14 kreative Projekte Förderungen in Höhe von 19 000 Euro. Es werden Projekte vom Basteln bis zur Profitechnik unterstützt.

Die Arbeitsgemeinschaft der Darmstädter Edith-Stein-Schule hat ein anspruchsvolles Ziel: die sichere digitale Verschlüsselung. Die Gymnasiasten entwickeln dazu einen idealen Zufallszahlengenerator, der das Phänomen des physikalisch bedingten Rauschens eines Elektronikbauteils nutzt. Damit sind diese Zahlen tatsächlich zufällig und nicht von einem Computer erzeugt, also letztlich errechnet. In der Wissenswerkstatt in Friedrichshafen bauen Jugendliche ein hochmodernes, digitales und vernetztes Puppenhaus – ihr Wohnhausmodell hat alle Funktionen für Licht, Temperatur, Türöffner und Sicherheit und steuert per Mikrocontroller außerdem perfektes Pflanzenwachstum oder den gut gefüllten Kühlschrank. Durch die laufenden Projekte der Wissenswerkstatt wird das Hausmodell kontinuierlich um neue Funktionen erweitert. In Eigenbau entsteht auch das Industrie-4.0-Projekt der Maristenschule in Recklinghausen: Die Schülerinnen und Schüler fertigen mit Lochblechen und 3D-Druck ihre eigenen Fließbänder. Im nächsten Schritt werden diese zu Abfüllanlagen automatisiert, und per Smartphone lassen sich individuelle Drinks bestellen.

Die Bandbreite der geförderten Projekte ist so groß, wie die Mikroelektronik vielfältig ist; Ferienkurse zum klassischen Elektronikbasteln mit dem Lötkolben sind ebenso dabei wie einfache Mikrocontrollerprogrammierungen für Lernspiele oder selbst gebaute Kleinroboter. Infos unter: www.invent-a-chip.de.

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