Embedded -

Geschäftsmodell Solution-Ready Package Das Rundum-sorglos-Paket

OEMs, die Embedded-IoT-Produkte ent­wickeln, suchen nicht mehr nach einem Modul, Board oder System. Sie suchen nach Problemlösungen für ihre Herausforderungen. Advantechs Solution-Ready Packages setzen daher auf erhöhte Wertschöpfung und ergänzende Services.

Im Zeitalter des Internet of Things brauchen OEMs applikationsfertige Embedded-Computer einschließlich deren IoT-Integration. Das bedeutet aus der Sicht von ERP und CRM, dass eine IoT-Lösung schon weitgehend für deren Businessprozesse vorbereitet sein muss. Den OEMs genügt es nicht mehr, dass Embedded-Computing-Boards oder -Systeme als reine Hardware angeboten werden. Vielmehr besteht ein Bedarf an Komplettlösungen bis hin zu den Schnittstellen zur ERP-Integration. Embedded-Computing-Hersteller müssen deshalb ihr Angebot anpassen und mit höherem Wertschöpfungsanteil aufrüsten. Advantech nennt dieses deutlich erweiterte Lösungsangebot Solution-Ready Package – kurz SRP.

Lösungsplattformen sind ERP-Ready

Denken OEMs darüber nach, neue Produkte auf den Markt zu bringen, ist heute eine IoT-Anbindung selbstverständlich. Zudem wünschen sich Kunden eine applikationsspezifische Cloud, in der sie ihre Lösungen abbilden können. Wichtig ist auch die Frage, wie die Daten auszutauschen sind und welche Entscheidungslogik vor Ort implementiert wird, damit nicht alle im System anfallenden Daten in die Cloud gestreamt werden müssen. Die Kosten für die erforderliche Bandbreite wären viel zu hoch, und auch der Speicherplatz wäre zu teuer.

Würden sich OEMs jeden einzelnen Lösungsbaustein von unterschiedlichen Anbietern bereitstellen lassen, wäre das Management eines IoT-Projekts äußerst komplex. Schon allein die Zuständigkeiten der Verantwortlichen dieses Projekts kämen kaum ohne ein aufwendiges Projektmanagement aus. Im Problemfall wären Verzögerungen und erhöhte Kosten unausweichlich.

Ein OEM bevorzugt deshalb einige wenige ausgewählte Projektpartner, mit denen er seine Lösungen gemeinsam erarbeiten kann. Beispielsweise einen Embedded-Computing-Anbieter als Plattformlieferanten, der zusammen mit leistungsfähigen Systemintegratoren und Cloudanbietern sowie Managementberatungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen die Gesamtlösung bereitstellen kann. Nur so ist es ihm möglich, sich auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren und zügig die vielen neuen Applikationen zu entwickeln, mit denen er Wettbewerbsvorteile erlangen will. Wichtig ist es heute beispielsweise, Geschäftsmodelle umsetzen zu können, die skalierbar sind und regelmäßige Umsätze generieren: etwa Pay-per-Use Subscriptions, variable funktionsbasierte Lizensierungen sowie zusätzliche Angebote wie Predictive Maintainance, die OEMs dann in abgestuften Verfügbarkeitsversprechen anbieten.

Um derartige Funktionen flexibel beim Kunden bereitzustellen, ist eine funktionierende Kommunikation mit den verteilten Embedded-Systemen erforderlich. Es sind also viele neue Aufgaben zu erfüllen, einschließlich der Geschäftsprozessintegration solcher neuen Anforderungen in ERP- und CRM-Systeme bis hin zur Einführung von agilen Billing-Methoden, wie sie Vertreter der Subscription Economy, wie Zuora, anbieten. Erst sie ermöglichen es nämlich, die ständig wechselnden Funktionszuschnitte und Nutzungshäufigkeiten einfach und komfortabel zu monetarisieren. Auch seitens der Unternehmens-IT sind derzeit deshalb große Veränderungen angesagt.

Services statt Produkte

Das Produkt- wandelt sich immer mehr zu einem Servicegeschäft; das Benutzen steht eher im Vordergrund als das Besitzen. So gibt es Anbieter wie Caterpillar, die ihre Bagger nicht mehr verleasen, sondern nach Abraum bezahlen lassen. Investitionen verschieben sich in Richtung variabler Projektkosten. Prozesse werden agiler, und auf neue Kundenbedürfnisse muss man immer schneller reagieren. Von dem Embedded-Computing-Plattformanbieter wünscht sich der OEM deshalb auch eine umfassende und möglichst agile Lösung, was sowohl die Hardwareplattform als auch die technische Umsetzung des Datenverkehrs und der Datenverarbeitung betrifft.

Somit müssen sich Embedded-Computer-Hersteller deutlich genauer auf die Anforderungen des OEM einstellen: Es reicht nicht mehr aus, nur einen Embedded-Computer anzubieten – sei es auf Board­level oder auf Systemebene; sei es als Standardprodukt oder als kundenspezifische Plattform. Die Hardware allein ist nicht mehr entscheidend. OEMs fordern vielmehr eine Plattformstrategie, die möglichst genau den eigenen Bedarf trifft, einschließlich Cloudanbindung, Datenkommunikation und lokaler Gateway-Funktionen sowie Firewall und sonstiger Sicherheitsmechanismen wie Secure Boot und Trusted-Platform-Module, Protokollsupport wie MQTT sowie die Cloudintegration inklusive aller App- und ERP-Schnittstellen.

Die Konsequenz aus diesem Wunsch nach fertigen Lösungsplattformen ist eine konsequente Ausrichtung der Embedded-Computer-Technologie auf individuelle Kundenlösungen und damit auch auf spezifische Branchen. Advantech bringt seine neuen Linien an Solution-Ready-Packges folglich als Gesamtlösung auf den Markt und adressiert spezifische Märkte wie IoT-Gateways für die Edge-Connectivity, Echtzeitplattformen inklusive Echtzeitschnittstellen zur Kommunikation, Ladestationsrechner inklusive Lastmanagement und Ladedatenkommunikations-Gateways für die Elektromobilität, Schwingungsanalyseplattformen zur Erkennung von Verschleiß an CNC-Maschinen, oder gar Lösungen für smarte Straßenbeleuchtungen, smartes Parken und Smart-Metering.

Die Platform-as-a-Service-Strategie

Eine sogenannte Platform-as-a-Service (Paas, Bild 1 ) besteht aus der eingebetteten Hardware und einer zur Applikation passenden IoT-Softwareplattform, die Advantech zusammen mit seinen System­integrationspartnern bedarfsgerecht bei seinen OEM-Kunden implementiert. Das Business-Modell wandelt sich folglich von dem eines reinen Produktlieferanten hin zu dem eines Dienstleisters, der sich intensiv um die Integration seiner Plattformen in die Lösungen des Kunden bemüht und diesen über den gesamten Produktlebenszyklus im Rahmen von Paas unterstützt. Wichtiger als Diskussionen über Formfaktorstandards oder die neueste Prozessorgeneration ist es zu wissen, dass standardisierte Computer-on-Modules beispielsweise für agile Entwicklungen und konvergente Systeme besonders gut geeignet sind. Doch auch das sind nur noch Details in einem Projekt, im Rahmen einer Gesamtlösung, und sie betreffen eher das Basis-Know-how des Embedded-Computing-Herstellers als die kundenspezifische Lösung.

Die Equipment Edge Connectivity Solution ist eines der neuen Solution-Ready Packages von Advantech. Ihre Aufgabe ist es, sowohl drahtgebundene als auch drahtlose Edge-to-Cloud-Konnektivität aufzubauen sowie Protokollkonvertierungs-, Edge-Intelligence- und Asset-Management-Funktionen bereitzustellen. Ein Dashboard für das Anlagenstatusmanagement ist vorinstalliert. Es erleichtert die Datenvisualisierung, die Fernüberwachung, die Alarmbenachrichtigung und das Asset-Management. OEM-Kunden und große Endanwender setzen sie dazu ein, die Anlagenausnutzung zu verbessern, die Erstellung eines präventiven Wartungsplans zu erleichtern und neue Geschäftsmodelle für Equipment-as-a-Service (EaaS) zu ermöglichen.

Fabriken über die Cloud integrieren

Das Solution-Ready Package SRP-E2i140 von Advantech wurde entwickelt, um das Management von Automatisierungsgeräten effizienter zu gestalten. Sie bietet Echtzeitkonnektivität und eine industrielle Schnittstellenintegration und verlagert die Aufgaben des Managements von Automatisierungsgeräten von einem singulären, plattform- auf einen cloudbasierten Betrieb. Das Ziel ist es, die Produktionskosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit über integratives Cloud-Computing zu steigern.

Die Narrowband-IoT-basierten Solution-Ready Packages von Advantech umfassen die Device-Anbindung inklusive Edge-Computing, Integration der ARM-Pelion-Gerätemanagementplattform sowie WISEPaaS-Anwendungsserver und eignen sich für eine Reihe von smarten IoT-Applikationen in Industrie und Smart Cities. Für Smart-City-Anwendungen vorbereitet sind etwa Smart Street Light Control, Smart Parking oder Smart Metering. Als Geräte-zu-Cloud-Lösungsplattform ermöglicht die NB-IoT-basierte SRP eine drahtlose Fernüberwachung und -steuerung für Hunderte Millionen smarter, LPWAN-befähigter Geräte.

Advantech Europe B.V.,
Industriestraße 15,
82110 Germering,
Tel. 089 125990,
www.advantech.eu
Komplette Edge-to-Cloud-Lösungen gefragt. OEMs fordern von Embedded-Com­puting-Anbietern immer häufiger eine bedarfsgerechte Plattformstrategie – einschließlich Cloudanbindung, Datenkommunikation, lokaler Gateway-Funktionen sowie Firewall und sonstiger Sicherheitsmechanismen. Advantech folgt diesem Trend und adressiert mit seinen Solution-Ready Packages spezifische Märkte, beispielsweise IoT-Gateways für die Edge-Connectivity, Echtzeitplattformen inklusive Echtzeitschnittstellen zur Kommunikation, Ladestationsrechner inklusive Lastmanagement und Ladedatenkommunikations-Gateways für die Elektromobilität, Schwingungsanalyseplattformen zur Erkennung von Verschleiß an CNC-Maschinen sowie Lösungen für smarte Straßenbeleuchtungen, smartes Parken und Smart-Metering.
Weitere Downloads zu diesem Artikel
Firmeninformationen
Weitere Beiträge zum Thema Embedded
Alle Artikel des Ressorts
Weitere Beiträge zum Thema Embedded
Alle Artikel des Ressorts
© elektronikinformationen.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten