Forschung -

Farbempfindliche Lichtsensoren zum Drucken

Für die Datenübertragung mit sichtbarem Licht über die Innenbeleuchtung von Gebäuden eignen sich druckbare organische Fotodioden, die auch Wellenlängen unterscheiden können.

Kommunikation mithilfe von sichtbarem Licht (Visible-Light Communication, VLC) nutzt die Innenbeleuchtung von Gebäuden für den optischen Datenaustausch. Hierfür haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am InnovationLab in Heidelberg Lichtsensoren entwickelt, die sich wie Tinte mit einem Drucker auf ein Trägermaterial aufbringen lassen. Sie reagieren zudem auf unterschiedliche Wellenlängen, können also Farben unterscheiden.

Den Forschern ist es nun gelungen, eine Materialzusammensetzung zu finden, die sich als wellenlängensensitiver Lichtdetektor nutzen und auf flexible Träger drucken lässt. Dabei können sowohl kleine als auch große Flächen bedruckt werden, auch in großen Stückzahlen auf flexiblen, leichten Materialien – etwa für mobile Applikationen. Das Layout ist nach Aussage der Wissenschaftler mithilfe eines Computers einfach gestaltbar. Sie erwarten Anwendungen im Internet der Dinge, in Smart Cities und in der Industrie 4.0.

Noah Strobel et al.: Color-Selective Printed Organic Photodiodes for Filterless Multichannel Visible-Light Communication; Advanced Materials, 2020 (DOI: 10.1002/adma.201908258)

Weitere Beiträge zum Thema Forschung Alle Artikel des Ressorts
© elektronikinformationen.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten