Forschung -

KIT beteiligt sich an Batterieforschungsclustern

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beteiligt sich an vier neuen Kompetenzclustern zur Batterieforschung des BMBF. In zweien dieser Cluster wird das KIT eigenen Angaben zufolge als Koordinator tätig sein.

Bei ‚Intelligente Batteriezellproduktion (InZePro)‘ stehen flexible Produktionssysteme im Fokus; in ‚Analytik/Qualitätssicherung (AQua)‘ geht es darum, die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer von Batterien zu verbessern. Zur Förderung in den Clustern stellen die beteiligten Forscherinnen und Forscher nun zunächst Vollanträge.

Im Mittelpunkt von InZePro stehen eine agile und flexible Anlagentechnik, mittels der sich Batteriezellen variantenflexibel und stückzahlangepasst fertigen lassen, die Digitalisierung einzelner Anlagen und des gesamten Produktionssystems sowie virtuelle Produktionssysteme und KI in der Produktion. „Ziel ist es, vielfältige Varianten von Batteriezellen in kleinen bis großen Stückzahlen für eine flexible, automatisierte und intelligente, durch Künstliche Intelligenz optimierte Fertigung herzustellen. So wollen wir dafür sorgen, dass produzierende Unternehmen, beispielsweise in der Automobilindustrie, ihre Produktivität selbst bei schwankender Auftragslage und hoher Produktvarianz steigern“, erläutert Professor Jürgen Fleischer, Leiter des wbk Instituts für Produktionstechnik, der für das KIT im Koordinationsteam von InZePro ist. Das Cluster wird insgesamt mit voraussichtlich rund 30 Millionen Euro gefördert.

Das Ziel von AQua ist es, die Leistungsfähigkeit von Lithiumionenbatterien zu verbessern und deren lange Lebensdauer zu gewährleisten. Als Grundlage für die Qualitätssicherung bei der Produktion entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Analysemethoden und -standards, die den komplexen Prozessen in der Batterie gerecht werden. „Wir wollen in AQua ein umfassendes und prozessübergreifendes Verständnis dafür erarbeiten, wie sich das Zusammenspiel von Materialien, Fertigungsschritten und elektrochemischen Besonderheiten auf Strukturen und Eigenschaften der Batterie auswirkt“, sagt Professor Helmut Ehrenberg vom KIT, der im Koordinationsteam ist. Dieses Cluster wird insgesamt mit voraussichtlich rund 20 Millionen Euro gefördert.

Forscherinnen und Forscher des KIT arbeiten auch in den beiden weiteren Clustern ‚Recycling/Grüne Batterie (GreenBatt)‘ und ‚Batterienutzungskonzepte (BattNutzung)‘ mit. Starten sollen die neuen Cluster im Oktober 2020. Die Kompetenzcluster sind Teil des Dachkonzepts ‚Forschungsfabrik Batterie‘ und sollen dazu beitragen, die Batterieforschung in Deutschland entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu stärken. Das BMBF investiert dazu weitere 100 Millionen Euro in die Batterieforschung an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

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