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Prozessorplattform adressiert das Auto der Zukunft

Bild: NXP
Die skalierbare S32-Plattform soll dank wiederverwendbarer IP den Entwicklungsaufwand senken

Unter der Bezeichnung S32 hat der Halbleiterhersteller NXP eine skalierbare Automotive-Rechenarchitektur angekündigt, die für MPUs und MCUs anwendungsübergreifend eine einheitliche Softwareumgebung zur Verfügung stellen soll. Kerneigenschaften dieser Architektur sind laut Anbieter eine hohe Rechenleistung sowie die funktionale Sicherheit bis ASIL D auf allen verfügbaren Leistungsniveaus.

Vor dem Hintergrund, dass die sehr verschiedenen Softwareansätze in heutigen Fahrzeugapplikationen den Automobilherstellern die Integration erschweren, soll die S32-Plattform nun – dank eines einheitlichen IP-Sets – die Software-Entwicklungsumgebung für sämtliche Automotive-Anwendungen vereinheitlichen. Mit dieser sogenannten NXP Common Architecture werden Forschungs- und Entwicklungsergebnisse – in Form von bis zu 90 % der IP – künftig domänenübergreifend wiederverwendbar. Daneben soll applikationsspezifische IP für jeden Mikrocontroller die maßgeschneiderte Hardwareunterstützung für Hauptdomänen, wie Secure Gateway, Radar, Antriebsstrang und Motorsteuerung, bereitstellen.

Das Leistungsspektrum der Plattform soll von Low-Power ARM Cortex-M über den echtzeitoptimierten Cortex-R bis zu Cortex-A reichen. Nach Angaben von NXP wird S32 Over-the-Air Updates ohne Downtimes ermöglichen sowie mit leistungsstarken Sicherheits­features ausgestattet sein. Die Plattform unterstützt weiterhin eine Auswahl von KI-Beschleunigern (Künstliche Intelligenz) für ADAS-Funktionen; sie betreffen unter anderem Algorithmen für die Objekterkennung und -klassifizierung bei Vision- und Radarsensoren sowie Sensorfusion.

Erste S32-Hardwaresamples, gefertigt in einem 16-nm-Halbleiterprozess, sollen im kommenden Jahr ausgeliefert werden.

- von ml
 
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