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Richtlinien zur industriellen Bildverarbeitung

Im August sind zwei neue Blätter der Richtlinienreihe VDI/VDE/VDMA 2632 ‚Industrielle Bildverarbeitung‘ erschienen. Die Reihe unterstützt Anbieter und Anwender von BV-Stemen, indem sie strukturierte Vorgehensweisen bei der Beschreibung einer Bildverarbeitungsaufgabe, bei der Spezifikation eines Bildverarbeitungssystems und der Leistungsbewertung vorschlägt.

Blatt 3.1 stellt statistische Verfahren zur Prüfung der Klassifikationsleistung vor. Das Ziel ist es, aus einem begrenzten Probenumfang valide Aussagen zur Klassifikationsleistung zu generieren. Die in der Richtlinie vorgestellten Verfahren sind: Abnahmestichprobe, Hypothesentext, Trennschärfenanalyse, sowie die Analyse der Merkmalsverteilungen. Die Richtlinie vergleicht die unterschiedlichen Verfahren in einer tabellarischen Gegenüberstellung und beschreibt Vor- und Nachteile beziehungsweise die Einschränkungen und Voraussetzungen zur Anwendung der jeweiligen Methoden.

Blatt 4.1 zur Stabilitätsprüfung von Oberflächeninspektionssystemen in der Flachstahlproduktion ist die erste Richtlinie der Reihe, die sich einem speziellen Anwendungsgebiet der industriellen Bildverarbeitung widmet. Die Richtlinie stellt die Verwendung von Referenzmustern, die Einschleusung von Simulationen, statistische Verfahren und Mehrfachinspektionen detailliert vor und diskutiert diese mit ihren Vor- und Nachteilen.

Herausgeber der Richtlinienreihe VDI 2632 ist die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA). Die Richtlinienblätter 3.1 und 4.1 sind im August 2020 als Weißdruck erschienen und ersetzen die jeweiligen Entwürfe von 2019.

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