Forschung -

Speicher aus OLED und Isolator optisch oder elektrisch auslesen

Forscher haben eine neuartige Speichertechnologie entwickelt, die aus der Kombination einer organischen Leuchtdiode und eines Isolators entstand. Der Speicher lässt sich sowohl optisch als auch elektrisch beschreiben und auslesen. Zudem können die Informationen schrittweise hinzugefügt und somit mehrere Speicherzustände in einem Bauelement abgebildet werden.

An der TU Dresden haben Wissenschaftler eine neue Art von programmierbarem organischen kapazitiven Speicher entwickelt, der eine Kombination aus einer OLED und einem MOS-Kondensator ist. Die pinMOS genannte Speichereinheit ist ein nicht flüchtiger Memcapacitor mit hoher Wiederholgenauigkeit und Reproduzierbarkeit.

Der pinMOS ist in der Lage, mehrere Zustände zu speichern, da Ladungen schrittweise hinzugefügt oder entfernt werden können. Eine weitere attraktive Eigenschaft ist, dass dieser einfache diodenbasierte Speicher sowohl elektrisch als auch optisch beschrieben und ausgelesen werden kann. Aktuell wird eine Lebensdauer von mehr als 104 Schreib-Lese-Lösch-Zyklen erreicht, und die Speicherzustände können über 24 Stunden erhalten und unterschieden werden.

Die Ergebnisse zeigen, dass das pinMOS-Speicherprinzip als zuverlässiges kapazitives Speichermedium für zukünftige Anwendungen in elektronischen und photonischen Schaltungen wie in neuromorphen Computern oder visuellen Speichersystemen vielversprechend ist.

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