Sensoren -

Stromsensor für industrielle Anwendungen

Infineon bringt eine neue Familie von kernlosen Stromsensoren auf den Markt, die auf dem Hall-Effekt basieren. Für eine hohe Flexibilität beim Design lassen sich zahlreiche Parameter wie Strombereich, Schwellenwerte und Ausgangsmodus programmieren. Das erste Familienmitglied, der Xensiv TLI4971, deckt Messbereiche von ±25 bis ±120 A ab. Er ist für industrielle Anwendungen wie Motorantriebe bis 50 kW oder Photovoltaik-Wechselrichter ausgelegt. Weitere Produkte für den Einsatz im Automobil sollen folgen.

Der Open-Loop-Stromsensor ermöglicht präzise und stabile Messungen, deren Ergebnisse als analoges Spannungssignal ausgegeben werden. Er nutzt eine Kompensationstechnik für Temperatur und mechanischen Stress, wodurch er einen Empfindlichkeitsfehler von 2 % bei Raumtemperatur erreicht. Mit einer einfachen Kalibrierung kann der Fehler weiter reduziert werden. Darüber hinaus sorgt die differenzielle Messung mit zwei Hall-Zellen auch bei rauschbehafteten Umgebungen mit Übersprechen von benachbarten Leitungen oder magnetischen Störfeldern für eine hohe Genauigkeit.

Der TLI4971 verfügt über zwei Ausgänge für die Überstrom­erkennung mit programmierbaren Schwellen. Außerdem erkennt der Baustein Über- und Unterspannungen der Versorgung und zeigt diese an. Er ist für Hochspannungsanwendungen ausgelegt und galvanisch bis 1,1 kV isoliert. Aufgrund des kernlosen Open-Loop-Prinzips findet der Sensor in einem kleinen TISON-8-Gehäuse (8 mm x 8 mm x 1 mm) Platz. Der TLI4971 soll im September 2019 auf den Markt kommen.

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