Editorial -

Von der Welle erfasst

Um Gegenstände zu untersuchen, die sich außerhalb der Reichweite befinden, ist das berührungslose Messen unvermeidlich. Auch unabhängig von der Entfernung weist es einen großen Vorteil gegenüber kontaktbehafteten Verfahren auf: Es manipuliert das Zielobjekt nicht. Es irritiert keine Menschen durch Berührung, ändert keine Temperatur aufgrund von Wärmeaustausch mit einem anderen Medium und verursacht weder Verschleiß noch Verschmutzung.

Die berührungslose Messung erfolgt hauptsächlich mithilfe von elektromagnetischen oder akustischen Wellen. Beispielsweise erfasst ein Radar Dinge oder Personen mithilfe von Mikrowellen, die an dem Messobjekt reflektiert werden. Bekannt ist es vor allem von der Geschwindigkeitskontrolle im Straßenverkehr und der Überwachung des Luftraums. Heutige Radarsensoren sind jedoch so klein und kostengünstig, dass sie sich auch für Massenanwendungen wie Bewegungsmelder eignen. Worauf bei der Signalverarbeitung in dieser Anwendung zu achten ist, lesen Sie unter www.elektronik-informationen.de/77021.

Ebenso wie mit dem Radar, lassen sich Gegenstände mit Licht vermessen. Aus der Laufzeitbestimmung einer am Messobjekt reflektierten Lichtwelle ergibt sich die Entfernung des Objekts. Um Irritationen durch sichtbares Licht zu vermeiden, kommen in solchen ToF-Sensoren (Time of Flight) meistens IR-Emitter zum Einsatz. Unter www.elektronik-informationen.de/77044 erfahren Sie, mit welchen Produkten Sie schnell in die Entwicklung von ToF-Sensoren einsteigen können.

Infrarotlicht ist zudem prädestiniert für Temperaturmessungen. Die Wärmestrahlung von Objekten erlaubt Rückschlüsse auf deren Temperatur – ohne diese durch Kontakt zu beinflussen. Unter www.elektronik-informationen.de/77027 wird erklärt, wie Wärmebildkameras bei der Entwicklung elektrokalorischer Kühlschränke helfen.

Neben den elektromagnetischen eignen sich auch akustische Wellen zum Messen von Abständen. Um wiederum die Umgebung nicht zu stören, kommen in der Regel Ultraschallwellen zum Einsatz. Gegenüber Lichtstrahlung haben sie den Vorteil, dass sie beispielsweise bei der Nutzung in der Getränkeindustrie auch transparente Flaschen erkennen. Obwohl sie nicht mit dem Medium in Kontakt kommen, müssen die Sensoren dort strenge hygienische Anforderungen erfüllen. Was bei der hygienischen Montage zu beachten ist, erläutert der Beitrag unter www.elektronik-informationen.de/77043.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

Dr. Sylvia Rathgeber

Redakteurin

sylvia.rathgeber@at-fachverlag.de

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